Stielstich




Das besondere beim einfachen Stielstich ist die leichte Schräglage der Stiche, die sich durch die Arbeitsweise ergibt. Gearbeitet wird der Stielstich am besten von unten nach oben.
Der Rückstich sollte halb so lang sein, wie der Stich auf der Vorderseite, so dass sich also auf der Rückseite aneinandergereihte Steppstiche ergeben. Wenn die Stiche auf der Rückseite nicht aneinanderstoßen, entsteht keine gute Wirkung (siehe in der Abbildung rechts)



Der frei genähte Stielstich

Der Stielstich ist nicht fadengebunden, er kann in ganz beliebiger Richtung frei genäht werden. Er läßt sich allerdings schlecht über die Ecke nähen. Um eine secharfe Eckbildung zu erreichen, ist es notwendig, aus zwei Richtungen gegen die Ecke zu arbeiten, wie man aus der Zeichnung ersehen kann.



Beispiele für verschiedene Muster



Abgewandelter Stielstich

Erste Art:
Die Schlinge des Arbeitsfadens wird einmal nach oben und einmal nach unten gelegt - dadurch wird die Schräglage des Stielstiches aufgehoben.



Zweite Art:
Bei der 2. Stickreihe ist der Rückstich doppelt gearbeitet, so dass zwischen den beiden langen Stichen ein Wickelstich entsteht, der das Stichbild noch plastischer macht. Für diese Stichart muss auf jeden Fall vorher ein Gewebefaden ausgezogen werden, damit die Einzelstiche nebeneinander Platz haben.

Dritte Art:
Hier ist an die 2. Art eine gegengleiche Reihe angearbeitet! Dabei muss man darauf achten, dass der Gewebefaden für die gegengleiche Reihe erst ausgezogen wird, nachdem die 1. Reihe fertig ist.