Schlingenstich oder Festonstich



Die Aneinanderreihung der Schlingen macht diesen Stich besonders geeignet für Randverwahrungen. Die Technik ist sehr einfach. Die Arbeitsrichtung geht von links nach rechts.

1. Schlinge nach unten legen.
2. Mit der Nadel senkrecht von oben nach unten stechen, wobei die Nadelspitze über dem Arbeitsfaden liegen muss; Faden anziehen.

Die Eckbildung ist die übliche: 3 Stiche an der Ecke.

Der Vernähen und Neuanfangen des Fadens ersieht man aus der Abbildung. Dabei muss man beachten, dass beim Vernähen das Schwänzchen vom "alten Faden" auf die Rückseite gestochen wird und dort zunächst liegen bleibt. Der neue Faden, dessen Ende ebenfalls zunächst auf der Rückseite hängen bleibt, wird nach vorne durchgezogen. Nun müssen bei den ersten Stichen beide Fadenenden mit der linken Hand festgehalten werden. Nach einigen Stichen mit dem neuen Faden werden die beiden Enden gut vernäht. Auf diese Weise erhält man einen absolut unsichtbaren Übergang.



Drei Abwandlungen des Schlingstiches

Arbeitsrichtung wie immer, von links nach rechts.

Die Arbeitweisen von 1 und 3 können abgelesen werden.



Der Stich in der Mitte ist so genäht, dass die Nadel im Wechsel einmal von oben nach unten und einmal von unten nach oben sticht.



Frei genähter Schlingstich

Hier sieht man, dass der Schlingstich keineswegs nur fadengebunden genäht werden muss. Er passt sich jeder vorgezeichneten Linie an.